Dampfloks

 

Der Verein hat einige zwei- bis vierachsige Dampflokomotiven eingesetzt, die von Werkbahnen stammten.

Die zwei- und dreiachsigen Lokomotiven erwiesen sich bald als zu schwach, um die länger werdenden Züge über die Rinteln - Stadthagener Eisenbahn zu befördern. Es wurde Mitte der 1970er Jahre nach einer vierachsigen Lokomotive gesucht.

1976 wurde man bei der Ruhrkohle AG fündig und kaufte eine vierfachgekuppelte Tenderlokomotive, die für den Dienst auf der Strecke Rinteln-Stadthagen geeigneter war.

Zum Anfangsbestand gehörte eine 1908 von Esslingen für dieLok1 01 Westdeutsche Eisenbahngesellschaft gebaute zweiachsige Stehkesseldampflokomotive der Bauart „Kittel“. Die Lok wurde vom Deutschen Eisenbahn Verein zur Verfügung gestellt. Da sich die Lokomotive mit der Zeit als zu schwach erwies, wurde sie nach dem Erwerb einer der dreiachsigen Preußischen T3 ähnlichen Tenderlokomotive an den Deutschen Eisenbahn Verein zurückgegeben. Heute befindet sich die kleine Maschine im Deutschen Technikmuseum im Bahnbetriebswerk des alten Anhalter Bahnhofs von Berlin. Die Maschine wurde mit einem Serpollet-Kessel ausgeliefert. Der Kessel bewährte sich im Betrieb nicht und die Maschine wurde 1911 in das Herstellerwerk zurück gegeben. Die Württembergische Staatsbahn setzte nach dem Einbau des Kessels der Bauart Kittel die Maschine ein. 1917 verkaufte der Eigentümder die Maschine nach Osnabrück. Dort hat sie 1962 einen neuen Kessel bekommen. Die kleine Lokomotive leistete 120 PS und durfte 55 km/h schnell fahren.

Der Verein kaufte 1974 die dreiachsige Radbod 3 vom Typ „Crefeld“. Die Tenderlokomotive wurde bei Hohenzollern im Jahr 1906 gebaut. Lok2 01Im Frühjahr 1975 wurde bei der fälligen HU eine Druckluftbremse eingebaut. Die Lokomotive wurde für den Bergbaubetrieb Hibernia gebaut und als Hibernia 7c eingesetzt. Nach dem Zusammenschluss mit anderen Zechen zur Ruhrkohle AG gelangte die Maschine als D-712 zur Zeche Radbod in Hamm, wo sie betriebsintern als Radbod 3 bezeichnet wurde. Im Jahre 1985 kehrte die Maschine in ihre alte Heimat zurück und gehört nun den Hammer Eisenbahnfreunden. Die Lokomotive leistete 300 PS und durfte 30 km/h fahren.

Lok3 01Das Gemeinschaftswerk Hattingen hat 1975 DEW eine dreiachsige 1922 bei Henschel gebaute Tenderlokomotive vom Typ „Bismark“ als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1976 übernahm die Dampfeisenbahn die Maschine und setzte sie ein, als HATTINGEN Nr.1 bezeichnet. Die Lokomotive wurde 1988 mit einem kompletten Museumszug an die Eisenbahnfreunde Hasetal verkauft und ist dort als Lok Niedersachsen unterwegs. Sie hatte eine Leistung von 350 PS und wurde bis zu 45 km/h schnell

Für die schwerer werdenden Museumszüge wurde wiederum eine Lok4 01leistungsfähigere Lokomotive benötigt. Dafür wurde die dreifachgekuppelte Heißdampftenderlokomotive eingesetzt, die die Bezeichnung MEVISSEN IV von der gleichnamigen Hütte erhalten hatte. Bei der Lokomotive handelt es sich um eine von Krupp entwickelte Industriedampflok, die 1952 als Hibernia 51-C an die Zeche Hibernia geliefert wurde. Später wurde sie an die Zeche Mevissen verkauft, wo sie als MEVISSEN IV bezeichnet wurde. Der nächste Eigentümer war 1973 das Auto- und Motorradmuseum Bad Oeynhausen. 1976 ging die Lok als Leihgabe an die DEW. Die MEVISSEN IV wurde 1977 die erste Lokomotive der aus der Dampfeisenbahn Weserbergland hervorgegangenen Museumseisenbahn Minden.

Auf der Suche nach einem Ersatz für die MEVISSEN IV wurde der Verein wieder bei der Ruhrkohle AG fündig und übernahm die 1938 beiLok5 01 Henschel gebaute vierfachgekuppelte Tenderlokomotive D-776, die bei der Dampfeisenbahn Weserbergland als Lok 5 eingesetzt wurde. Die Maschine wurde an die Zeche Monopol geliefert und kam durch Zechenzusammenschluss zur Ruhrkohle AG bei der Zeche Königsborn zum Einsatz. Sie leistete 550 PS und durfte 40 km/h schnell fahren. Nach Fristablauf wurde die Lokomotive bei der DEW abgestellt. Zur Wiederaufnahme der Arbeiten kam es jedoch nicht mehr, da ab 1979 eine fast baugleiche Maschine zur Verfügung stand. Die Lok 5 befindet sich bei der MALOWA, wo sie zerlegt 2007 vorhanden war.

1979 kaufte der Verein ein der Lok 5 ähnlicher Vierkuppler vom TexacoLok6 01-Kraftwerk Gelsenkirchen. Mit der Lok Graf Bismarck XVI ist im Wesentlichen der Museumsbahnverkehr auf der Rinteln - Stadthagener Eisenbahn betrieben worden. Die Lokomotive wurde 1949 von Henschel gebaut. Sie leistete 600 PS und durfte 40 km/h schnell fahren. Vor dem Einsatz bei der Texaco lief sie auf der Zeche Graf Bismarck als Lok 16. Die GRAF BISMARCK wurde bis 1991 auf der Rinteln-Stadthagener Strecke eingesetzt, bis ein größerer Kesselschaden einen weiteren Einsatz verhinderte.                          

So gelangten die Lokomotiven 5 und 6 zur MALOWA Bahnwerkstatt in Benndorf. Die Lok 6 ist dort für einen Verein in Frankreich aufgearbeitet worden.

 

 

 

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