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V18 (WR360C)
Die Deutschen Wehrmacht gab 1936 bei Schwarzkopff / Ohrenstein & Koppel Diesellokomotiven für den Einsatz im militärischen Bereich zur Entwicklung in Auftrag.
Es wurden zwei-, drei- und vierachsige Typen entwickelt und gebaut, die alle mittels Blindwelle und Kuppelstangen angetrieben wurden.
Die dreiachsige WR 360 wurde zur meistgebauten Lokomotive für die Wehrmacht und von 1937 bis 1944 von den Firmen Schwarzkopff, Ohrenstein & Koppel, Deutz, Henschel, Krupp und Jung in mehr als 240 Exemplaren geliefert, die mit den Führerhäusern aneinandergekuppelt durch eine Steuerwelle verbunden, von einem Führerstand aus als Doppellokomotive betrieben werden konnten.
Die WR 360 kamen nach Kriegsende in den Besitz der jeweiligen Besatzungsmacht, die einen Großteil der militärischen Anlagen der Wehrmacht nun nutzten.
Nach einigen Jahren wurden 110 Maschinen an die Staatsbahnen abgegeben welche sie auf Grund ihrer Motorleistung als V36 bezeichnete.
Von den 110 Lokomotiven kamen 70 Lokomotiven später zur Deutschen Bundesbahn, die 1950 bei MAK in Kiel noch 18 Lokomotiven nachbauen ließ.
Zur gleichen Zeit wurden etliche Maschinen an Privatbahnen und Werkbahnen verkauft, die sie in Strecken und Rangierdienst einsetzten.
Im Einsatz standen die 360PS starken und 60Km/h schnellen Maschinen bei den Deutschen Staatsbahnen bis Ende der 1970er Jahre. Bei einigen Privatbahnen wurden die 45 Tonnen schweren und 9,20 Meter langen Lokomotiven noch bis in die 1980er Jahre eingesetzt.
Durch den niedrigen Führerstand und den Motorvorbau konnte der Lokomotivführer die Strecke nur auf einer Seite beobachten, so das die Lokomotiven im Streckendienst mit Lokomotivführer und Beimann gefahren werden mussten.
Um den Betrieb wirtschaftlicher zu machen, wurde viele Maschinen im Streckendienst mit einem Hochführerstand beziehungsweise einer Dachkanzel versehen, die es ermöglichte, die Strecke auf beiden Lokomotivseiten zu beobachten.
Die V31 der Dampfeisenbahn Weserbergland wurde 1941 für das Lufthauptamt gebaut und kam 1947 zur Kassel Nauenburger Eisenbahn, wo sie anfangs als V11 und später in V31 umgekennzeichnet eingesetzt wurde.
Im Jahre 1956 wurde sie an die Rinteln Stadthagener Eisenbahn verkauft, die sie über den Jahreswechsel 1961-62 in der Werkstatt Rinteln / Nord mit einen Hochführerstand ausrüstete und bis 1978 einsetzte.
1982 wurde die Lokomotive an die Interessengemeinschaft 41 096 in Salzgitter verkauft und dort für Museumszüge im Raum Salzgitter gefahren.
Ende 2006 kam die Maschine als Tauschobjekt ohne Fristen nach Rinteln / Nord zur Dampfeisenbahn Weserbergland zurück. Es ist eine betriebsfähige Aufarbeitung in den nächsten Jahren eingeplant.
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